Schüssel zum Auffangen von Altwasser

So, und jetzt einmal ganz laut Ausatmen! Wir haben die Wasserknappheit überlebt. Seit heute fließt wieder welches aus dem Hahn, das heißt, wir waren acht ganze Tage ohne Wasser. Und was soll ich sagen? Unsere riesige Tonne und sonstigen Gefäße, die wir abgefüllt haben, sind immer noch voll.

Und die Bilanz vorgestern, als ich aufs Dach stieg und unseren Wassertank prüfte: fast ganz voll. Das bedeutet, wir haben nur einen von zwei 1.100 L-Tanks leer gemacht in der Zeit. Oder, in den Worten unserer Reinigungskraft: „Ihr kriegt eine Eins im Sparen!“ Gut, es hat auch ein paar Mal geregnet in der Zwischenzeit, so dass wir ein paar Eimer vollmachen konnten. Aber ansonsten waren alle, auch die Kinder, sehr gewissenhaft.

Nicht spülen (das wird dem ein oder anderen leicht gefallen sein… weitere Details dazu lasse ich an dieser Stelle aus), alles Wasser wieder auffangen, was wir beim Hände waschen und Geschirr spülen verwenden. Nicht für jeden Schluck ein neues Glas nehmen (die wohl schwierigste Aufgabe), und Teller wiederverwenden. Ich muss sagen, eigentlich fand ich die Lektion nicht schlecht.

Noch nicht einmal für mich selbst. Gut, wir haben nicht gewaschen (nicht, dass ich Wäsche falten vermisst hätte) und können jetzt erstmal richtig loslegen. Aber ansonsten: schon erstaunlich, wie viel Wasser wir täglich verbrauchen. Vor allem durch die Klospülung. Wenn man an dieser Stelle konsequent Grauwasser einsetzen würde, würden so viel weniger Liter Trinkwasser jeden Tag den Abfluss runtergehen… das macht mich richtig nachdenklich. Warum haben wir uns damals in unserem Hausprojekt gegen Grauwasser entschieden? Es muss ja nicht sofort wirtschaftlich rentabel sein. Mein Gewissen würde sich jedenfalls besser anfühlen, wenn wir nicht zu so viel Wasserverschmutzung beitragen würden.

Und jetzt Entschuldigung, mehrere Körbe Wäsche warten auf mich…

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