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Erdbeben!!!

Erdbeben Mexiko 1985 zerstörte Gebäude

Ich sitze noch zu Hause in Berlin und habe am Morgen schon zwei Anrufe erhalten. „In welchem Stadtteil von Mexiko wohnt ihr denn dann?“ „Hast du gesehen, dass 21 Kinder in einer Schule gestorben sind?“

Ja, habe ich gesehen. Ja, nach Stärke 8,4 in Oaxaca vor zehn Tagen und mehr als 1000 Nachbeben war das Epizentrum dieses Mal ganz in der Nähe von Mexiko Stadt, 7,1. Ausgerechnet am Jahrestag des schweren Erdbebens von 1985 (s.Foto). Zunächst einmal tun mir die vielen Menschen leid, die betroffen sind, die Angehörige beklagen, verletzt sind, oder ihr Hab und Gut verloren haben. Bin ich nun verrückt, dorthin zu gehen? Von unserem kuscheligen schönen Berlin, in dem es außer depressiven Wintermonaten weder Hurrikanes noch Erdbeben zu befürchten gibt?

Vorbereitet sein

 

Ironischerweise habe ich gerade ein Sicherheitsseminar gemacht, in dem es auch um die Erdbebengefahr ging. Ironischerweise meinte eine der Teilnehmerinnen dabei, wenn es gerade ein großes Erdbeben in Oaxaca gegeben habe, sei die Gefahr eines weiteren doch nun gesunken. Aber das ist nicht so. Das ist wie Sechsen würfeln. Dass du gerade eine hattest, bedeutet nichts für den nächsten Wurf. Es bedeutet einfach, dass wir vorbereitet sein müssen, und darauf muss sich mein Kopf noch einstellen. Ich weiß, dass ich bei Erdbeben leicht wach werde. Ich habe mir die Erdbeben App des Distrito Federal heruntergeladen. Vielleicht tatsächlich den Notfallrucksack packen, den einem die GIZ empfielt?

Erdbeben Hinweise Liste
Liste der GIZ für Notfallrucksack

Auf jeden Fall sollte ich mit den Kindern regelmäßig Erdbeben üben. Fluchtwege und Sammelstellen ausloten. Duck and Cover. Das ist mein persönlicher Notfallplan. Und bei der Botschaft melden. Falls es ganz desaströs wird, können wir jederzeit ausreisen. 20 Millionen Mexikaner*innen können das nicht.

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